ZKE informiert: Energiesparlampen und Elektroschrott dürfen nicht in die Restmülltonne – Kostenlose Anlieferung bei Wertstoffhof
Handy, MP3-Player, Computer, Telefon, Mikrowelle und Kühlschrank: Elektrogeräte gehören zum täglichen Leben. Und irgendwann müssen sie entsorgt werden.
Geräte dürfen nicht in Restmülltonne
Zwei Millionen Tonnen Altgeräte landen allein in Deutschland jedes Jahr beim Elektroschrott. Die Geräte dürfen seit 2006 nicht mehr in die Restmülltonne, sondern müssen fachgerecht entsorgt werden. Diese Vorgehensweise ermöglicht einerseits das Recyceln von primären Rohstoffen (zum Beispiel Stahlblech, Aluminium, Kupfer). Andererseits wird der Elektroschrott fachgerecht entsorgt und belastet die Umwelt nicht durch seine schädlichen Bestandteile wie blei- und cadmiumhaltige Bildröhren, PCB-haltige Kondensatoren oder Kunststoffgehäuse.
ZKE bietet Entsorgunsmöglichkeiten
Der Zentrale Kommunale Entsorgungsbetrieb (ZKE) der Landeshauptstadt Saarbrücken nimmt die Geräte aus Privathaushalten auf dem Wertstoffhof und am Holzbrunnen kostenlos an.
Gegen eine Transportgebühr holt der Entsorgungsbetrieb im Rahmen der Sperrgutsammlung auch Altgeräte bei den Bürgern zu Hause ab. Dieser Service erfolgt auf Anfrage. Für Sperrgut inklusive Altgeräte berechnet der ZKE fünf Euro pro angefangenen Kubikmeter. Für die Entsorgung alter Kühlgeräte sowie Wärmepumpen werden fünf Euro pro Gerät fällig. Der Abhol-Service gilt für Haushaltsgroß- und Kühlgeräte (zum Beispiel Waschmaschine, Herde) sowie Monitore und Fernseher. Er gilt nicht für Kleingeräte (zum Beispiel MP3-Player, Kaffeemaschine, Fön, Mikrowelle, Elektrowerkzeug).
Für die Rücknahme von Altgeräten aus Gewerbebetrieben gelten besondere Regelungen.
Jeder Saarbrücker gibt pro Jahr rund vier Kilo Elektroschrott ab
Dr. Klaus Fassbender, Leiter der Abfallwirtschaft des städtischen Zentralen Kommunalen Entsorgungsbetriebes (ZKE), sagt: „Jährlich werden in der Landeshauptstadt 121 Tonnen Waschmaschinen und Herde sowie 241 Tonnen Kühlgeräte, etwa 197 Tonnen Fernseher und Bildschirme sowie Elektrokleingeräte mit einem Gesamtgewicht von insgesamt 134 Tonnen beim Wertstoffhof angeliefert. Pro Einwohner sind das jedes Jahr rund vier Kilogramm.“
Energiesparlampen gehören nicht in den Restmüll
„Oft wird die Frage der ordnungsgemäßen Entsorgung von Energiesparlampen an uns gestellt“, erklärt Faßbender. „Es steht außer Frage, dass diese Lampen gut für den Klimaschutz sind. Und damit dieser Vorteil nicht verspielt wird, sollten Bürgerinnen und Bürger sie auch richtig entsorgen. Energiesparlampen enthalten geringe Mengen Quecksilber und dürfen deshalb nicht im Hausmüll oder im Glascontainer landen.“ Saarbrücker können ihre Energiesparlampen an den Sammelstellen für Elektroschrott und in kleinen Mengen auch beim Ökomobil abgeben.
Nachfragen beim Fachhandel lohnt sich: Häufig nehmen Firmen auf freiwilliger Basis Altgeräte und Energiesparleuchten zurück.
Hintergrund
Das Verbot der Entsorgung von Elektroschrott gilt seit dem 26. März 2006 und beruht auf der Richtlinie 2002/96/EG über die Rücknahme und Behandlung von Elektro-Altgeräten. Das Gesetz regelt die Aufgabenverteilung bei der Verwertung von Elektroschrott zwischen den Entsorgern (ZKE) und den Herstellern. Der ZKE hat Sammelstellen eingerichtet und organisiert die haushaltsnahe Sammlung der alten Geräte. Die Hersteller sind für den Transport von den kommunalen Sammelstellen zu den Verwertungsanlagen und für die Verwertung verantwortlich. Das Gesetz hat zum Ziel, Elektroschrott zu vermeiden und Abfallmengen durch Wiederverwertung zu reduzieren.
Entsorgung von Elektroschrott in Saarbrücken, Anlieferung bis 15 Minuten vor Schließung:
Wertstoffhof ZKE
Wiesenstraße 11
66115 Saarbrücken (Malstatt)
Öffnungszeiten: Montags bis mittwochs 9 bis 17 Uhr, donnerstags und freitags 9 bis 18 Uhr, samstags 8 bis 14 Uhr
Am Holzbrunnen
Gelände der Firma SKF
Öffnungszeiten: 1. März bis 31. Dezember: Dienstags bis freitags, 16 bis 20 Uhr, samstags 9 bis 13 Uhr, 1. November bis 28. Februar: Dienstags bis freitags, 15 bis 18 Uhr, samstags 9 bis 13 Uhr
Weitere Informationen und Termine des Ökomobils im Internet unter www.zke-sb.de.
Quelle: Pressemitteilung der Landeshauptstadt Saarbrücken vom 15.01.2010








